Wenn im Moor die Morgensonne mit ihrem sanften Rot den Horizont überzieht, über den Moortümpeln Nebelschwaden aufsteigen und die Spinnennetze mit ihren Tautropfen glitzernd zwischen den Halmen wiegen, kann man sie rufen hören, die Sumpfohreule. Wer die dumpf-weichen Silben der seltenen Schönheit nicht kennt, könnte meinen, dass Moor erwacht mit einem leisen Stöhnen. Ich hatte das Glück, ihr in den Weiten der emsländischen Feuchtbiotope zu begegnen.