Koproduktion Theater Unikate mit den Hamburger Kammerspielen
mit Gilla Cremer und Rolf Claussen
Mariana Leky siedelt in ihrem prägnanten Roman die großen Themen Liebe und Tod in einem kleinen Dorf an, in dem alles mit allem verbunden ist, jeder jeden kennt, sich alle in ihrer Besonderheit, ihrer Skurrilität akzeptieren und sich – wenn nötig – auffangen und stützen.
Es geht um Zugehörigkeit, um Alltäglichkeiten und die alte, ewig neue Frage: „Was ist eigentlich wichtig im Leben?“ Und während Cremer und Claussen abwechselnd in die Erzähler- Rolle springen, entsteht ein facettenreiches Bild einer Dorfgemeinschaft, zu der man am liebsten sofort gehören möchte – und das, obwohl traurige, gar tragische Dinge passieren. Aber in diesem Kosmos wird niemand ausgemustert, selbst wenn er so exotisch aussähe wie ein Okapi.
Die beste Zusammenfassung der Situation gibt die Erzählerin Luise selbst: „Ich bin zweiundzwanzig Jahre alt. Mein bester Freund ist gestorben, weil er sich an eine nicht richtig geschlossene Regionalzugtür gelehnt hat. Immer, wenn meine Großmutter von einem Okapi träumt, stirbt hinterher jemand. Mein Vater findet, dass man nur in der Ferne wirklich wird, deshalb ist er auf Reisen. Meine Mutter hat einen Blumenladen und ein Verhältnis mit einem Eiscafébesitzer, der Alberto heißt. Der Optiker liebt meine Großmutter und sagt es ihr nicht. Ich mache eine Ausbildung zur Buchhändlerin.“ So erklärt sich Luise gegenüber einem jungen Buddhisten, der überraschend im Dorf auftaucht – und sich anschickt, „das ganze großflächige Leben“ umzukrempeln…